Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen

Ein neues Zuhause für unsere Feuerwehr – und ein Gewinn für ganz Wehretal


 

Seit April gehört das neue Feuerwehrhaus Auf dem Bruche bereits zu unserem Alltag. Wir rücken von hier aus zu Einsätzen aus, bilden uns weiter und verbringen Zeit miteinander. Am Samstagmittag konnten wir es nun auch offiziell einweihen – gemeinsam mit fast 200 Gästen aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung und den Organisationen, mit denen wir eng zusammenarbeiten.


 

„Das neue Feuerwehrhaus bietet optimale Voraussetzungen für Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Kameradschaft“, erklärte unser Gemeindebrandinspektor Daniel Gläßner in seiner Eröffnungsrede. Was das für uns bedeutet, wird an vielen Stellen deutlich: mehr Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung, geeignete Arbeitsbereiche für die Gerätewartung und Räume, in denen Ausbildung und gemeinsames Miteinander ihren festen Platz haben.


 

Dabei reicht die Bedeutung des Hauses weit über Reichensachsen hinaus. Zwei große Schulungsräume bieten Möglichkeiten für die Ausbildung der Wehretaler Feuerwehren und für Lehrgänge auf Kreisebene. Landrätin Nicole Rathgeber unterstrich diese Zusammenarbeit und würdigte die Menschen, die sich mit ihrer Zeit und ihrem Engagement für die Feuerwehr einsetzen.


 

Unser Bürgermeister Frank Kummer machte zugleich deutlich, dass alle fünf Ortsteilfeuerwehren weiterhin gebraucht werden: „Die Feuerwehren in Hoheneiche, Langenhain, Oetmannshausen und Vierbach bleiben unverzichtbar. Im Zusammenspiel dieser fünf Wehren funktioniert Feuerwehr Wehretal.“


 

Mehr Platz – und bessere Bedingungen für den Einsatzalltag


 

Im Vergleich zum bisherigen Standort bietet das neue Feuerwehrhaus deutlich mehr Platz für unsere Aufgaben. Acht Fahrzeugstellplätze, eine Waschhalle, Werkstattbereiche, Büros sowie Schulungs- und Besprechungsräume schaffen die Voraussetzungen dafür. Draußen stehen uns eine großzügige Übungsfläche und ein Übungsturm zur Verfügung. Die Alarmparkplätze sind vom Publikumsverkehr getrennt, damit unsere Einsatzkräfte im Alarmfall sicher zum Gebäude gelangen können.


 

Auch die Gesundheit unserer Kameradinnen und Kameraden spielte bei der Planung eine wichtige Rolle. Bei den Rundgängen erläuterte unser stellvertretender Wehrführer Dominik Ludwig die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung. Dahinter steckt ein klarer Gedanke: Verschmutzte Einsatzkleidung und Ausrüstung sollen von den sauberen Aufenthalts- und Ausbildungsbereichen getrennt bleiben. Duschmöglichkeiten und geregelte Abläufe bei der Reinigung belasteter Schutzkleidung unterstützen dieses Konzept.


 

Für die Gerätewarte gibt es hinter den Fahrzeughallen eigene Arbeitsbereiche. Dort kann die Ausrüstung geprüft, gewartet und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe gehören ebenfalls zur Ausstattung des neuen Hauses.


 

Ein Ort für Ausbildung, Nachwuchs und Kameradschaft


 

Feuerwehr findet nicht nur während eines Einsatzes statt. Übungsdienste, Lehrgänge, Besprechungen und die Arbeit mit unserem Nachwuchs gehören genauso dazu. Dafür bietet das neue Haus deutlich bessere Bedingungen.


 

Auch unsere Kinder- und Jugendfeuerwehren wurden bei der Planung berücksichtigt. Ein eigener Aufenthaltsraum und Platz in den Umkleiden zeigen: Ihr gehört dazu. Kreisjugendwartin Nina Gerhardt betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig solche Orte sind, an denen junge Menschen Erfahrungen sammeln und Kameradschaft, Respekt und Zusammenhalt erleben können.


 

Nach einem anstrengenden Dienst darf auch das Zusammensitzen seinen Platz haben. Die Aufenthaltsbereiche und die Terrasse bieten dafür Raum. Denn vieles, was uns im Einsatz als Mannschaft trägt, wächst in den gemeinsamen Stunden davor und danach.


 

Gemeinsam für die kommenden Jahre aufgestellt


 

Mit einem aktuellen Kostenstand von rund 5,7 Millionen Euro liegt das Projekt unter der Kostenschätzung aus dem Jahr 2023. Für Bürgermeister Frank Kummer ist es eine Investition, die über Jahrzehnte wirken soll – in die Sicherheit der Bevölkerung und in die Menschen, die sich dafür ehrenamtlich einsetzen.


 

Auch bei den Fahrzeugen stehen Veränderungen an. Für das kommende Jahr ist ein Gerätewagen Logistik vorgesehen, der unter anderem Material für die Einsatzstellenhygiene transportieren soll. Ein Staffellöschfahrzeug mit Ausstattung zur Vegetationsbrandbekämpfung soll außerdem unser rund 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 ersetzen. Mit dem Einsatzleitwagen 2 und dem Gerätewagen Information und Kommunikation des Landkreises übernimmt der Standort zudem wichtige Aufgaben über die Gemeindegrenzen hinaus.


 

Die Grußworte aus der Landespolitik, der Gemeindevertretung, dem Kreisfeuerwehrverband sowie von Polizei und DRK machten deutlich, wie eng unsere Arbeit mit der vieler anderer verbunden ist. Ob im täglichen Einsatzgeschehen oder bei größeren Schadenslagen: Verlässliche Zusammenarbeit braucht Menschen, die sich kennen und aufeinander zählen können.


 

Nach den Fürbitten und der Segnung durch Pfarrer Dirk Panke konnten unsere Gäste das neue Feuerwehrhaus bei Rundgängen kennenlernen. Dabei gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich die Räume und technischen Einrichtungen erklären zu lassen – von den Alarmmonitoren in den Umkleiden bis zu den Arbeitsplätzen für die Einsatzunterstützung und Dokumentation.


 

Wir bedanken uns bei allen, die dieses Projekt von den ersten Planungen bis zur Fertigstellung begleitet und möglich gemacht haben. Ebenso danken wir allen Helferinnen und Helfern, die unsere Einweihung vorbereitet und unterstützt haben.


 

Das neue Haus ist längst mit Leben gefüllt. Jetzt freuen wir uns auf viele gemeinsame Übungsdienste, auf die Entwicklung unseres Nachwuchses und auf die Begegnungen, die diesen Ort zu unserem Feuerwehrhaus machen. Den Wunsch, den Bürgermeister Frank Kummer uns mit auf den Weg gab, nehmen wir dabei mit: „Kommt nach jedem Einsatz gesund und vollzählig wieder nach Hause!“


 

Text: Feuerwehr Wehretal auf Grundlage des bereits veröffentlichten Berichts der Werra-Rundschau. Die Zitate wurden diesem Bericht entnommen.

Fotos: Marie Gonnermann, Werra-Rundschau


 

Fotoserien

Einweihung neues Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen (SA, 12. September 2026)

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Veröffentlichung

Mi, 16. September 2026