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Warnung der Bevölkerung

Sirenensignale mit KI generiert

 

Bei größeren Gefahrenlagen müssen möglichst viele Menschen schnell erreicht werden. Dafür stehen verschiedene Warnmittel zur Verfügung. Neben Sirenen gehören dazu unter anderem Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio und Fernsehen sowie örtliche Lautsprecherdurchsagen.

Nicht jeder Warnweg kann alle Informationen vermitteln. Eine Sirene macht vor allem auf eine Gefahr aufmerksam. Was genau passiert ist und wie Sie sich verhalten sollen, erfahren Sie anschließend über die weiteren offiziellen Warnkanäle.

Sirenensignale in Wehretal

Sirenen können innerhalb kurzer Zeit einen großen Bereich erreichen. Sie sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Warnung der Bevölkerung.

Dabei gilt: Nicht jeder Sirenenton bedeutet automatisch eine Gefahr für die Bevölkerung. Je nach Signal kann es sich auch um eine Alarmierung der Feuerwehr oder einen Probealarm handeln.

Warnung der Bevölkerung

1 Minute auf- und abschwellender Heulton

Dieses Signal bedeutet: Es besteht eine Gefahrenlage, über die sich die Bevölkerung informieren soll.

Wenn Sie diesen Ton hören:

  • suchen Sie nach Möglichkeit ein Gebäude auf,

  • schließen Sie Fenster und Türen,

  • informieren Sie sich über offizielle Warnkanäle,

  • beachten Sie die veröffentlichten Verhaltenshinweise,

  • informieren Sie gegebenenfalls Menschen in Ihrer Umgebung,

  • halten Sie die Notrufnummern frei.

Welche Maßnahmen tatsächlich notwendig sind, hängt von der jeweiligen Gefahr ab. Bei Rauch oder einem Gefahrstoffaustritt können beispielsweise andere Regeln gelten als bei Hochwasser oder einem schweren Unwetter.

Entwarnung

1 Minute gleichbleibender Dauerton

Die zuvor bestehende unmittelbare Gefahr ist beendet.

Trotzdem können weiterhin Einschränkungen bestehen. Straßen können noch gesperrt sein oder bestimmte Bereiche dürfen zunächst nicht betreten werden.

Achten Sie deshalb auch nach der Entwarnung auf weitere Informationen der zuständigen Behörden.

Feuerwehralarm

3 × etwa 12 Sekunden Dauerton mit zwei Unterbrechungen

Dieses Signal dient der Alarmierung der Feuerwehr.

Für die Bevölkerung besteht allein aufgrund dieses Tons keine unmittelbare Handlungsaufforderung.

Im Straßenverkehr sollten Sie dennoch aufmerksam sein. Feuerwehrangehörige und Einsatzfahrzeuge können sich auf dem Weg zum Feuerwehrhaus oder zur Einsatzstelle befinden.

Bitte halten Sie Zufahrten zu Feuerwehrhäusern und Einsatzstellen frei.

Probealarm

Etwa 12 Sekunden Dauerton

Der kurze Dauerton dient der technischen Überprüfung der Sirenen.

Im Werra-Meißner-Kreis erfolgt dieser Probealarm in der Regel am ersten Freitag eines Monats gegen 17 Uhr, sofern dieser Termin nicht auf einen Feiertag fällt.

Bei einem angekündigten Probealarm sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich.

 

Sirene gehört – was jetzt?

Eine Sirene sagt zunächst nur: Achtung, informieren!

Schauen Sie deshalb nach einer Bevölkerungswarnung möglichst schnell nach weiteren Informationen. Nutzen Sie dafür offizielle Quellen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Cell Broadcast

  • Warn-Apps

  • Radio und Fernsehen

  • das Bundeswarnportal

  • der Werra-Meißner-Kreis

  • die Gemeinde Wehretal

  • weitere Meldungen der zuständigen Behörden

Die Feuerwehr Wehretal kann bei geeigneten Lagen ebenfalls über ihre Informationskanäle Hinweise veröffentlichen. Diese ersetzen jedoch keine amtliche Warnung.


 

Cell Broadcast

Cell Broadcast ermöglicht es, Warnmeldungen direkt an Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet zu senden.

Dafür ist keine zusätzliche App notwendig. Das Mobiltelefon muss allerdings eingeschaltet, mit einem Mobilfunknetz verbunden und für Cell Broadcast geeignet sein.

Eine eingehende Warnmeldung sollte vollständig gelesen werden. Dort finden Sie erste Informationen zur Gefahr und Hinweise zum richtigen Verhalten.

Cell Broadcast ist nur ein Teil der Warnung. Weitere Informationen können über Warn-Apps, Radio oder andere offizielle Stellen folgen.


 

Warn-Apps

Warn-Apps können ausführlichere Informationen zu einer Gefahrenlage liefern.

Dort erfahren Sie beispielsweise:

  • welches Gebiet betroffen ist,

  • welche Gefahr besteht,

  • welche Maßnahmen empfohlen werden,

  • ob sich die Lage verändert hat,

  • wann eine Entwarnung erfolgt.

In Hessen wird derzeit noch hessenWARN eingesetzt. Das Land Hessen hat angekündigt, Anfang 2027 auf die Warn-App NINA des Bundes umzustellen.

Unabhängig von der verwendeten App empfiehlt es sich, Warnmeldungen für den eigenen Wohnort und andere wichtige Orte zu aktivieren.


 

Radio und Fernsehen

Auch Radio und Fernsehen bleiben wichtige Informationsquellen.

Gerade bei größeren oder länger andauernden Schadenslagen können dort ausführlichere Hinweise veröffentlicht werden.

Ein batteriebetriebenes Radio kann außerdem hilfreich sein, wenn bei einem Stromausfall Internet, Fernsehen oder andere Geräte nicht mehr funktionieren.
 

Wann kann die Bevölkerung gewarnt werden?

Eine Warnung kann aus vielen Gründen notwendig werden.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Großbrände mit starker Rauchentwicklung

  • Gefahrstoffaustritte

  • Hochwasser oder Starkregen

  • schwere Unwetter

  • größere Schadenslagen

  • Störungen wichtiger Infrastruktur

  • besondere Gefahrenlagen

Welche Maßnahmen erforderlich sind, richtet sich immer nach der konkreten Situation.


 

Richtig verhalten nach einer Warnung

Nehmen Sie eine Warnung ernst, auch wenn Sie selbst zunächst keine Gefahr erkennen.

Informieren Sie sich über offizielle Quellen und beachten Sie die dort veröffentlichten Anweisungen. Je nach Lage kann es erforderlich sein, ein Gebäude aufzusuchen, Fenster und Türen zu schließen oder einen bestimmten Bereich zu verlassen.

Denken Sie auch an Menschen in Ihrer Umgebung. Ältere Personen, Nachbarn oder Familienangehörige haben eine Warnung möglicherweise nicht wahrgenommen.

Verbreiten Sie keine unbestätigten Informationen weiter.


 

Notrufleitungen freihalten

Die Notrufnummern 112 und 110 sind keine Auskunftsstellen.

Rufen Sie dort nicht an, um lediglich nach dem Grund einer Sirene oder Warnmeldung zu fragen. Bei größeren Schadenslagen werden die Leitungen dringend für tatsächliche Notfälle benötigt.

Bei akuter Gefahr gilt selbstverständlich weiterhin:

Feuerwehr und Rettungsdienst: 112


 

Warntage

Warnsysteme werden regelmäßig getestet. Dadurch lässt sich überprüfen, ob Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps und weitere Warnmittel zuverlässig funktionieren.

Bei angekündigten Warntagen besteht kein Grund zur Sorge.

Nutzen Sie den Termin ruhig auch für sich selbst: Ist Ihr Mobiltelefon für Warnmeldungen vorbereitet? Kennen Sie die Sirenensignale? Wissen die anderen Personen in Ihrem Haushalt, wie sie sich bei einer Warnung verhalten sollen?


 

Sirenensignale kurz zusammengefasst

1 Minute auf- und abschwellender Heulton
Warnung der Bevölkerung – informieren und Hinweise beachten.

1 Minute gleichbleibender Dauerton
Entwarnung – die unmittelbare Gefahr ist beendet.

3 × etwa 12 Sekunden mit zwei Unterbrechungen
Alarmierung der Feuerwehr.

Etwa 12 Sekunden Dauerton
Probealarm der Sirene.


 

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